Unser Appell

Igel sind nützliche Gartenhelfer – sie fressen Schnecken, Käfer und andere Insekten. Sie sind außerdem nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Wir als Tiernothilfe Hagen e.V. erleben leider immer wieder, wie grausam die Technik ihnen zum Verhängnis wird. Deshalb bitten wir Sie: Nehmen Sie Rücksicht auf die tierischen Gartenbewohner und schützen Sie sie aktiv.

Für Fragen oder bei einem Igelnotfall stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.

Tiernothilfe Hagen e.V.
Gemeinsam für die, die keine Stimme haben.

Was jeder Gartenbesitzer tun kann

  • Lassen Sie Ihren Mähroboter nur tagsüber laufen, am besten zwischen 9 und 17 Uhr.

  • Kontrollieren Sie vor dem Mähen Ihren Garten auf Wildtiere – vor allem in der Nähe von Hecken, Sträuchern und Komposthaufen.

  • Schaffen Sie igelfreundliche Rückzugsorte, z. B. Laubhaufen, Igelhäuser oder geschützte Ecken.

  • Informieren Sie Freunde und Nachbarn über die Gefahren nächtlich laufender Mähroboter.

  • Verzichten Sie ganz auf den Mähroboter, wenn Ihr Garten besonders naturnah ist oder bekannte Igelrouten kreuzt.

Schwer verletzt aufgefundener Igel

Die Kopfwunde musste tierärztlich versorgt werden

Die Wunde wurde genäht und der Igel konnte wieder gesund werden.

Wenn Technik zur Falle wird: Igel in Lebensgefahr

Die warmen Monate bringen nicht nur grüne Gärten und gepflegte Rasenflächen, sondern leider auch eine unterschätzte Gefahr für unsere heimischen Wildtiere: Mähroboter. Was vielen Gartenbesitzern als praktische Hilfe dient, kann für Igel tödlich enden – vor allem, wenn die Geräte nachts laufen.


Igelverhalten in der Dämmerung und Nacht

Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Tagsüber schlafen sie gut versteckt unter Hecken, Laubhaufen oder in geschützten Ecken. Erst bei Einbruch der Dunkelheit verlassen sie ihre Verstecke, um auf Futtersuche zu gehen. Dabei bewegen sie sich langsam und geräuschlos durchs hohe Gras oder über offene Rasenflächen.

Igel verlassen sich auf ihr Tarnverhalten: Bei Gefahr rollen sie sich ein, anstatt zu flüchten. Dieses uralte Schutzverhalten schützt sie vor natürlichen Feinden wie Fuchs oder Dachs – nicht aber vor rotierenden Messern eines Mähroboters.

Schwere und oft tödliche Verletzungen

Die Verletzungen, die wir als Tierschützer immer wieder sehen, sind erschütternd:

  • Abgetrennte Gliedmaßen: Vorder- oder Hinterbeine werden abgehackt.

  • Offene Rücken- und Kopfverletzungen: Tiefe Schnittwunden im Nacken- und Kopfbereich.

  • Gesichtsentstellungen: Augen werden zerstört, Ohren oder Schnauzen abgetrennt.

  • Innere Verletzungen: Oft nicht sofort sichtbar, aber lebensbedrohlich.

Viele dieser Tiere sterben qualvoll – entweder direkt auf dem Rasen oder später an den Folgen der Verletzungen. Nur wenige überleben trotz tierärztlicher Versorgung.